... aus den Medien

Damit der Apotheker Sie weitestgehend objektiv und unabhängig über Arzneimittel beraten kann, gibt es das Fremdbesitzverbot: Nur Apotheker dürfen Apotheken besitzen. Dieses Instrument hat  in Verbindung mit einer Vielzahl anderer Gesetze bis heute bewirkt, dass Sie in deutschen Apotheken eine Arzneimittelberatung und -betreuung erhalten, die nicht von den Interessen der Pharmaindustrie, des Pharmagroßhandels oder anderer Kapitalgesellschaften gesteuert wird. Ein reiner Arzneimittelvertrieb wird verhindert. Weiterhin kann hierdurch gewährleistet werden, dass stets die Qualität der Versorgung (Patient erhält das für ihn beste Arzneimittel) im Vordergrund steht und nicht finanzielle Motive (Patient erhält das für den Apotheker beste Arzneimittel). Da der Apothekenkunde - meistens krank - diese Versorgungsqualität im Prinzip nicht messen oder beurteilen kann, muss ein funktionierendes Regel- und Gesetzeswerk für die entsprechende Qualität sorgen - auch um den volkswirtschaftlichen Schaden durch Krankheit oder Arzneimittelfehlgebrauch möglichst niedrig zu halten. 

"Ethik vor Monetik!" - Erst der Mensch, dann das Geld.

Aktuell finden sich in den Medien  viele Berichte über das Gerichtsurteil des Europäischen Gerichtshofes zum Fremdbesitzverbot von Apotheken. Leider entspricht die Darstellung der Hintergründe und Folgen dieses Urteils meistens nicht der Sachlage. Oft ist die Rede von einem Apothekenmonopol, fehlendem Wettbewerb  und veralteten Strukturen im Arzneimittelvertrieb.

Hierzu ein paar Fakten:

  • Es gibt kein Apothekenmonopol. Jeder hat die Möglichkeit Pharmazie zu studieren und daraufhin eine Apotheke zu eröffnen (Niederlassungsfreiheit). Arzneimittel haben lediglich eine Vertriebswegbindung zum Zweck des Schutzes vor Fehlanwendung und Missbrauch.
  • Der Wettbewerb zwischen den Apotheken ist enorm groß - sowohl auf der Preis- als auch auf der Qualitätsebene. Die Preise für alle freiverkäuflichen, apothekenpflichtigen  Arzneimittel sind frei gestaltbar. Die Vergütung der Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist gänzlich vom Preis abgekoppelt, damit sich die Apotheke auf die Beratungsinhalte konzentrieren kann. Für die Lagerhaltung, Beratung und Belieferung erhält die Apotheke von den Krankenkassen eine Pauschalvergütung, die vollkommen unabhängig vom Arzneimittelpreis ist.
  • Apothekenketten haben bisher in keinem Land die Qualität der Arzneimittelversorgung und -sicherheit nachweislich verbessern können - auch eine Senkung des Preisniveaus konnte durch solch eine Massnahme bisher nirgends beobachtet werden. Tatsächlich sind in Ländern mit Apothekenketten Monopole entstanden.
  • Deutsche Arzneimittel sind im europäischen Vergleich inzwischen sehr preisgünstig. Durch die Gesetztesänderungen der letzten Jahre sind Arzneimittel in Deutschland so preisgünstig geworden, dass sie sich zu einem regelrechten Exportschlager entwickelt haben. Viele europäische Staaten kaufen Arzneimittel in Deutschland ein, weil sie im eigenen Land deutlich teurer sind. Dies gilt vor allem für den verschreibungspflichtigen Bereich der Generika.
  • Die Pro-Kopf-Ausgaben für Arzneimittel sind in Deutschland gemessen am Bruttoinlandsprodukt vergleichsweise niedrig. Die Krankenkassen haben kein Ausgaben- sondern ein Einnahmenproblem, da das Missverhältnis zwischen Beitragszahlern und Leistungsnehmern immer größer wird.
  • Das deutsche Arzneimitteldistributionssystem ist aus ökonomischer Sicht eines der besten der Welt - wer daran etwas ändern will, muss zunächst einmal den Beweis antreten, dass dadurch etwas besser wird und nichts schlechter.

Der Apotheker garantiert die Arzneimittelsicherheit durch Erstellung von Arzneimittelprofilen, Interaktionsprüfungen bei Mehrfachverodnungen, arzneimittelspezifischer Beratung (Teilbarkeit, Einnahmezeitpunkt, etc.), dynamische Lagerhaltung, individuelle Arzneimittelherstellung, permanente Qualitätskontrollen, lückenlose Dokumentation und vieles mehr. Die inhabergeführte Apotheke übernimmt dadurch ein erhebliches Mass an sozialer Verantwortung - das seines gleichen sucht.

Ihrer Apotheke können sie vertrauen!